Amis in Haiti: Söldnerfirmen für die Drecksarbeit
ImageÜberall, wo die Amis Krieg oder Hilfe "führen", sind sie mit dabei, die privaten Söldnerfirmen ... auch in Haiti. Allerdings ist ihr Einsatz nicht karitativ - sondern sehr lukrativ: Im Dunst der Haiti-Besetzung darf darum, vor allen andern, das grösste US-amerikanische Sicherheits- und Militärunternehmen "Blackwater" die Drecksarbeit machen ... Eine Firma, die verzweifelt versucht, sich (*) durch die Umbenennung in "Xe" (sprich "Zi") unkenntlich zu machen. Diese Firma ist auch in Katastrophen erprobt: Wie ich herausgefunden habe, hatte der Firmenchef, Erik Prince, mit seinen Söldnern schon an der "Katrina"-Katastrophe 2005 in New Orleans ca. 70 Millionen Dollar vom Heimatschutz-Ministerium kassiert. Und jetzt ist Haiti dran:

Zum Angebot von Xe-/Blackwater für Haiti gehört, sich um "Hochrisiko-Situationen" zu kümmern, Aufstände zu beenden, Waffen zu "transportieren" (kann das die arme Armee nicht?) usw. - alles, damit US-Soldaten nicht selber Haitianer mit Waffengewalt an Plünderungen, Verteilkämpfen usw. hindern müssen ... damit ja nicht der Eindruck entsteht, die USA habe die Macht mit Macht übernommen ...

Die "New York Times" zitierte einen Obersten folgendermassen. "Wir marschieren nicht in Haiti ein, das ist lächerlich!". Doch auch dem UN-Sondergesandten Bill Clinton ist die ganze Sache etwas unheimlich: Anlässlich einer Pressekonferenz drückte er sich um die Antwort auf die Frage eines Reporters, "ob US-Soldaten Haitianer mit Waffengewalt an Plünderungen hindern sollten". Höchste Zeit also, das verschissene Image, das die Amerikaner bei Haitianern "geniessen", zu reparieren.

Da sind die Schmutzfinke der Söldnerfirmen gefragt:


Besonders Blackwater/Xe sieht sich für diese Dienste als "prädestiniert", indem die Firma auf "erfolgreiche Missionen im Irak (**) und in Afghanistan" verweist. Dort hat's und funktioniert's ja noch prima: Im Blickfeld der Öffentlichkeit steht die US-Armee, die für Ruhe, Ordnung und den (Wieder-) Aufbau einer funktionierenden Regierung sorgt ... und im Dunstfeld des Illegalen die Söldnertruppen, die ja "privat" an keine Völkerrechte gebunden sind ... und wüten können.

Einen Pakt mit dem Teufel schliesst jede Regierung, die solches zulässt - wie es der oben genannte Bill Clinton tat, als er das sogenannte "Worldwide Personal Protection Programm", zuliess oder mit-initiierte, das es zwielichtigen Privat-Organisationen erlaubt, im Auftrag der US-Regierung tätig zu werden.

(*)
Was Blackwater bzw. Xe nicht sagt: 2007 haben im Irak Blackwater-Söldner Wachleute, Männer, Frauen und Kinder - unprovoziert - erschossen (getan nicht das erste, nicht das letzte Mal - und noch Schlimmeres!). Dies kam durch Söldner aus, die abgesprungen sind und die Firma, bzw. ihren Boss Prince, beschuldigt haben. Das Gericht beschäftigt sich noch immer damit.

Was, wenn in Haiti Ähnliches passiert?

(**)
Im Irak ist nun die Söldner-Firma "Triple Canopy" tätig, die den mit Blackwater geschlossenen US-Vertrag 2007 übernommen hatte.